Kennst du das Gefühl der Leere und Sinnlosigkeit?

Die meisten von uns befällt manchmal das Gefühl der Leere, der Sinn- und Innhaltlosigkeit, insbesondere wenn wir allein mit uns sind. Uns sind diese Gefühle unangenehm und wenn sie uns heimsuchen, dann unternehmen wir schnell etwas, um sie zu überspielen.

 

Wir zerstreuen uns mit Fernsehen, Lesen, wir stürzen uns in Arbeit, suchen das Gespräch mit Freunden, nehmen einen Drink oder rauchen. Dennoch verschwindet diese Leere dadurch nicht. Sie lauert im Hintergrund und bricht durch, sobald wir wieder mit uns allein sind.

 

Hier ein Experiment, das ich dir sehr ans Herz legen möchte:

Wenn sich das nächste Mal das Gefühl von Inhaltslosigkeit einstellt, unternehme nichts dagegen. Trete nicht die Flucht in die Aktivität an, sondern stelle dich diesem Empfinden der Leere. Mach ein Spiel daraus. Keine Sorge, du wirst dabei nicht in tiefe Depressionen fallen - im Gegenteil, du lernst daraus, wie du dich dieser Leere aktiv nähern kannst. 

Nur wenn sie uns unvorbereitet anfällt, wirkt sie destruktiv, belastend und feindlich, so als wolle sie unser Glück stehlen.

 

Versuche bei diesem Experiment, die sich in dir ausbreitende Leere ausnahmsweise nicht als deinen Feind zu betrachten. Heisse sie willkommen und freunde dich mit ihr an. Wenn du diese Leere zulässt, hat sie dir etwas mitzuteilen. Diese Nachricht besagt, dass es in dir tatsächlich kein „Ich“ gibt. Statt auszuweichen, zu fliehen, rate ich dir, ein einziges Mal hineinzugehen in diese Leere, sie als Faktum zu betrachten. Noch besser ist es, wenn dein Denken die Vorstellung unterstützt, dass es in dir drin kein Zentrum gibt, aus dem heraus du wahrnimmst und lebst. Simuliere in deiner Phantasie dieses Gefühl der Leere ergänzend zu dem bereits eingetretenen Zustand. Das ist einfach, denn du simulierst den Zustand des Nichtvorhandenseins von etwas, das tatsächlich nicht existiert.

 

Wenn dir das Ergebnis dieser Übung zu gefallen beginnt, wiederhole sie. Beim nächsten Mal kannst du dieses Gefühl von Leere selber hervorrufen. Beim Experimentieren wirst du feststellen, dass du ohne besondere Mühe jenen Zustand herstellen kannst, bei dem dein gesamter Ich-Prozess zu einem Hintergrundrauschen schrumpft und nur noch dein Bewusstsein die Dinge wahrnimmt.

 

Spielerisch gleitest du in einen Bewusstseinszustand hinein, um den viele mittels Meditationsmethoden jahrelang ringen. Du hast die Möglichkeit ohne Training, ohne Disziplin oder Regeln unmittelbar aus dir selbst heraus, leicht und spielerisch der Wahrheit auf die Spur zu kommen. In diesem willkommen geheissenen Zustand der Leere hören die zwanghaften Reflexe des Bewertens und Vergleichens auf. Und wenn du das häufiger machst, wirst du merken, dass es sich so weitaus müheloser handeln und leben lässt.

 

Inspiriert von dem Buch von Theo Fischer 

„Lass dich vom Tao leben. Wu wei in der Praxis“

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